The Silent PC     Der Leise PC

Der Silentium!-Bausatz für leise PC, keine Lüfter, Passiv-Kühlung mit Heatpipes



Der Silentium!-Bausatz bietet die Möglichkeit, sich ein wirklich lautloses PC-System mit Passiv-Kühlung aller Komponenten nach eigenen Wünschen zusammenzustellen.

Inhalt:

PC mit Passiv-Kühlung

Wichtige Hinweise:

Für eventuelle Schäden an Hardware und Folgeschäden für den Anwender des Silentium! – Bausatzes kann von der Deltatronic GmbH keine Haftung übernommen werden. Die ordnungsgemässe und sichere Funktion ist massgeblich vom besonders sorgfältigen und sachgerechten Aufbau des Bausatzes abhängig.
Fehlerhafte Montage oder mangelnde Sorgfalt beim Aufbau kann zu dauerhaften Defekten an Hardware-Teilen führen.

Für die erforderlichen Arbeiten sind Kenntnisse und Erfahrung im Umgang mit thermisch und elektrisch sensiblen Bauteilen zwingend notwendig. Die Zerstörung wertvoller Hardware kann sonst nicht ausgeschlossen werden.

Es wird ausdrücklich betont, dass das Konzept des Silentium! - PC vom ATX- und PS/2 – Standard abweicht und daher in Einzelfällen für bestimmte Anwendungen ungeeignet sein kann. Die vorherige Prüfung obliegt dem Anwender.

Der Bausatz ist geeignet für die meisten im Handel befindlichen Komponenten. Vor dem Kauf von Hardwarekomponenten sollten Sie dennoch überprüfen, ob diese zum Einbau in den Bausatz geeignet sind. Am einfachsten und sichersten gelingt Ihnen die richtige Zusammenstellung, wenn Sie die gleichen Komponenten verwenden, die auf unseren PC-Konfigurationsseiten gelistet sind.

Achtung!

Folgenden wichtigen Punkten sollten Sie besondere Beachtung schenken:

  • Alle Flächen, an denen ein Wärmeübergang stattfindet, müssen völlig plan aufeinander liegen und auf ganzer Fläche mit Wärmeleitpaste versehen sein.
  • Aus dem gleichen Grund müssen die Oberflächen, besonders der Prozessorchip, vor der Montage auf Sauberkeit überprüft werden. Eventuelle Rückstände, z.B. von Wärmeleitpads, müssen mit einem Lösemittel und einem weichen Tuch entfernt werden.
  • Tragen Sie jetzt gleichmässig eine dünne Schicht Wärmeleitpaste auf die Kontaktflächen auf.
  • Alle Schrauben nur handfest und mit Gefühl anziehen! Ein zu festes Anziehen der Schrauben verbessert nicht den Wärmekontakt, es führt höchstens zur Beschädigung von Bauteilen oder Überdrehen von Gewinden.

Warum muss man Wärmeleitpaste verwenden?

Da die Oberflächen von CPU und Kühler nie ganz plan sind, ist es notwenig, die entstehenden Lücken und mikroskopischen Unebenheiten mit Wärmeleitpaste aufzufüllen um die Luft zu verdrängen.

Dabei kommt es nicht nur auf die Qualität der Wärmeleitpaste an, sondern vor allem darauf, dass jeder mikroskopisch kleine Spalt mit Wärmeleitpaste ausgefüllt ist und so der Wärmekontakt auf ganzer Fläche gewährleistet ist.
Luft ist ein sehr schlechter Wärmeleiter und schon der mikroskopisch kleine Spalt, der durch die fertigungsbedingte Unebenheit der Kontaktflächen entsteht, verhindert praktisch den Wärmeübergang.

Daraus wird die Bedeutung von Wärmeleitpaste ersichtlich:
Sie dient in erster Linie dazu, die Luft zwischen den Oberflächen zu verdrängen und einen optimalen Wärmeübergang zu gewährleisten.

 

Bei der Auswahl des Mainboards folgendes beachten:

  • Orientieren Sie sich an den Mainboards, die in unserem PC-Konfigurator oder in der Kompatibikitätsliste gelistet sind.
  • Oberhald der Mitte der CPU dürfen keine größeren Bauteile stehen. An dieser Stelle verläuft die Heatpipe von der CPU zum Kühlprofil.
  • Darauf achten, dass das Mainboard mit einem ausreichend großen Passiv-Kühler für die Northbridge ohne Lüfter ausgestattet ist. Ein Umbau des Northbridgekühlers ist dann nicht erforderlich.


    Passiv-Kühler

    Bild 1: Passiv-Kühler der Northbridge, ASUS P5B


    Falls das Mainboard ab Werk mit einem Lüfter bzw. mit einem sehr kleinen Kühlkörper ausgestattet ist, kann der Northbridgekühler gegen einen größeren passiven Kühler getauscht werden oder ein geeigneter zusätzlicher Kühler montiert werden. Beispiel: ASUS A8N-E, ASUS M2N-E
    Dabei unbedingt die oben genannten Punkte zur Wärmeübertragung beachten! Northbridge-Chip sorgfältig von Resten des Wärmeleit-Pads reinigen, Kühlkörper unter Verwendung von Wärmeleitpaste oder -kleber plan auf dem Chip befestigen.
    Mangelhafter Wärmekontakt hat unweigerlich die Zerstörung des Mainboards zur Folge!

Empfehlungsliste Mainboards

Die in der folgenden Liste aufgeführten Mainboards sind für dem Einbau in das
Silentium! – Gehäuse geeignet.

Intel Sockel 1156
  • Gigabyte H55-UD3H
  • Asus P7P55D-E
  • Asus P7P55D-E Deluxe
  • Intel Sockel 1366
  • Asus P6X58D-E

  • Die Angaben sind unverbindlich. Layoutänderungen seitens der Hersteller sind jederzeit möglich.

    Die Liste stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird laufend erweitert.



    Selbstverständlich sind auch viele andere Mainboards für den Einbau in Silentium! – Bausatz geeignet. Bitte überprüfen Sie die Möglichkeit anhand der Freimaßzeichnungen (siehe Zeichnung unten).

    Bevorzugen Sie die empfohlenen Mainboards mit passivem Northbridgekühler.



    CPU-Heatpipe, Freimaße



    Montageanleitung

     Für AMD Athlon 64 - Montage bitte zuerst hier lesen!
     Für Pentium M - Montage bitte zuerst hier lesen!

    Für die Montagearbeiten muss der PC auf der Seite liegen (auf dem Kühlprofil).

    1. Achtung: Alle Arbeiten am Mainboard mit äußerster Vorsicht ausführen, die Leiterplatte und die SMD-Bauteile sind sehr empfindlich gegen Beschädigung.
    2. Montieren Sie die mitgelieferten Teile in der richtigen Reihenfolge (Bild 1) auf das Mainboard durch die Kühlerbefestigungslöcher (Bild 2)
    3. Ansicht Oberseite (Bild 3) und Ansicht Unterseite (Bild 4). Zwischen dem Schraubenkopf der Flachkopfschraube und der Leiterplatte befindet sich die weiße Isolationsscheibe.
    4. Bringen Sie eine geringe Menge Wärmeleitpaste auf die CPU auf (Bild 5)
    5. Schrauben Sie die Wärme-Einkoppelplatte unter wechselseitigem Anziehen der Schrauben auf Anschlag handfest an. Die Platte liegt dadurch mit mäßigem Druck auf der CPU auf, so dass ein vollflächiger Wärmekontakt gewährleistet ist (Bild 6)
    6. Heatpipe zur Probe (wie in Bild 7) in die Nuten einlegen und kontrollieren, ob alles wie vorgesehen passt, dann wieder herausnehmen.
    7. Heatpipe auf Einkoppel- und Auskoppellänge mit Wärmeleitpaste bestreichen und einlegen.
      Die in den Nuten liegenden Teile der Heatpipe sollen auf ganzer Fläche mit Wärmeleitpaste versehen sein, um einen optimalen Wärmekontakt zu ermöglichen.
    8. Obere Halbschalen (Einkopplung und Auskopplung) mit Wärmeleitpaste bestreichen und auflegen und Schrauben M4 einige Gewindegänge eindrehen (Einkopplung). Federscheiben aufstecken und die Muttern einige Gewindegänge auf die Gewindebolzen drehen (Auskopplung).
      Dann alle Schrauben und Muttern handfest anziehen.
      Achtung: Ziehen Sie die Muttern vorsichtig und mit Gefühl nur soweit an, bis die überschüssige Wärmeleitpaste an den Seiten herausgedrückt wird!
      Ein Überdrehen oder Abreißen der Aluminium-Gewindebolzen führt zur Unbrauchbarkeit des Gehäuses!
    9. herausgedrückte Wärmeleitpaste mit weichem Tuch entfernen.



    Bild 1



    Bild 2


    Bild 3


    Bild 4


    Bild 5


    Bild 6


    Bild 7


    Bild 8: Ansicht der montierten CPU-Heatpipe


    Achtung!

    Gehen Sie bei Montagearbeiten am Mainboard äußerst vorsichtig vor!
    Die winzigen SMD-Bauteile auf der Leiterplatte sind sehr empfindlich und können leicht (z.B. durch Abrutschen mit dem Schraubenzieher) zerstört werden.










    Grafikkühlung

    Für viele Anwendungen (Office, Internet, Programmierung, Musik…) empfehlen wir die Verwendung einer original passiv gekühlten (lüfterlosen) Grafikkarte wie

    • ASUS EN7300GT Silent
    • PNY Quadro4 NVS285
    • ASUS EAH2400 Pro

    die eine spezielle Grafikkühlung nicht erforden. Diese Grafikkarten können im Originalzustand verwendet werden, ein Umbau ist nicht erforderlich. Vorteilhaft sind auch die wesentlich geringere Wärmeentwicklung und der geringere Energieverbrauch.


    passiv gekühlte, lüfterlose Grafikkarte

    Bild G1: Beispiele für passiv gekühlte, lüfterlose Grafikkarten

    Grafikkühlung mit Heatpipe

    Die folgende Anleitung bezieht sich auf die Verwendung leistungsfähigerer Grafikkarten, die nicht mehr durch einen passiven Kühlkörper gekühlt werden können und ebenfalls den Einsatz einer Heatpipe erfordern.

    Das Heatpipe-Kühlsystem ist für Grafikkarten mit Grafikprozessoren wie ATI HD3850, ATI HD3870, NVIDIA Geforce 8600GT/GTS, NVIDIA Geforce 8800GT, Quadro FX geeignet. Orientieren Sie sich an den aktuell im PC-Konfigurator gelisteten Grafikkarten.

    Bitte beachten Sie die unten angegebenen Maße (Bild 8). Überzeugen Sie sich vor dem Kauf, ob auf der von Ihnen gewählten Grafikkarte die angegebenen Befestigungslöcher vorhanden sind.

    vorgesehene Lochabstände:
    38,2 x 38,2
    43.2 x 43,2
    48,2 x 48,2
    53,2 x 53,2
    oder 51 x 20

    Bild G2: Beispiele für Befestigungslöcher

    Empfohlene Grafikkarten:

    • ASUS EN8600GT (Geforce 8600GT)
    • PNY Geforce 8800GT
    • ATI HD3850
    • ATI HD3870
    • PNY Quadro FX1700


    Montageanleitung der Grafik-Heatpipe

     Für Mainboards, die einen Floppystecker oder einen IDE-Stecker in Höhe der Grafikkarte haben, welcher über das Mainboad übersteht, bitte hier lesen!
    Wenn Sie an der Stelle kein Kabel anschließen, können Sie diesen Abschnitt überspringen.

    Für die Montagearbeiten muss der PC auf der Seite liegen (auf dem Kühlprofil).

    1. Originalkühler von der Grafikkarte entfernen
    2. Reste von Wärmeleitpaste bzw. Pad mit einem weichem Tuch vom GPU-Chip entfernen. Die Fläche auf dem Chip muss absolut eben sein. Eventuell festklebende Reste von Wärmeleitpads mit fettlösendem Mittel entfernen.
    3. GPU-Chip mit Wärmeleitpaste bestreichen.
    4. 4 Schrauben M2 durch die Bohrungen der Leiterplatte um den GPU-Chip stecken. Bei Karten mit den Lochmaßen 20 x 51 entsprechend 2 Schrauben benutzen. Bei Geforce und Quadro-Karten sowie die ATI 3850/3870-Karten sollen zusätzlich die 4 Distanzhülsen zwischen Einkoppelblock und Platine auf die Schrauben gesteckt werden.
      Achtung: Bei Karten mit rückseitigem Kühler müssen u.U. die Distanzhülsen auf der Rückseite und die längeren Schrauben (M2 x 10) verwendet werden (siehe Bild G3).
      Bei Karten mit original rückseitiger Federspange wird diese auch für die Montage des Einkoppelblocks verwendet (siehe Bild G4, G5).
    5. Schrauben M2 wenige Umdrehungen in die vorgesehenen Gewindebohrungen im Einkoppelblock eindrehen.
    6. Die Schrauben im gleichmäßigen Wechsel so weit anziehen, dass der Einkoppelblock mit leichtem Druck auf dem Chip liegt. Die Platine soll sich nicht sichtbar durchbiegen.
    7. Kontrollieren, ob der Einkoppelblock plan auf dem Chip aufliegt (siehe Bild G7).
    8. Jetzt die Grafikkarte in den PCI-Express-Steckplatz stecken und das Slotblech festschrauben.
    9. Die Heatpipe zur Kontrolle in die Nuten einlegen. Falls die Heatpipe nicht genau passt, kann sie sehr vorsichtig um wenige Millimeter gebogen werden. Vorsicht, die Heatpipe besteht aus dünnwandigem Rohr und kann sehr leicht abknicken!
    10. Die Heatpipe wieder herausnehmen und die Kontaktflächen mit Wärmeleitpaste bestreichen.
    11. Jetzt kann die Heatpipe fertig eingebaut werden. Die Halbschale für den Einkoppelblock wird mit den Inbusschrauben M3 x 10 befestigt und die Halbschale für die Auskopplung wird auf die Bolzen M5 gesteckt und mit den Federscheiben und den Muttern M5 befestigt.
      Achtung: Ziehen Sie die Muttern vorsichtig und mit Gefühl nur soweit an, bis die überschüssige Wärmeleitpaste an den Seiten herausgedrückt wird!
      Ein Überdrehen oder Abreißen der Aluminium-Gewindebolzen führt zur Unbrauchbarkeit des Gehäuses!
    12. Aus den Spalten herausgedrückte Wärmeleitpaste mit weichem Tuch entfernen.

    Achtung!

    Gehen Sie beim Umbau von Grafikkarten sehr sorgfältig vor! Der GPU-Chip bestizt keinen internen Übertemperaturschutz, d.h. bei Montagefehlern kann dieser leicht durch Überhitzung zerstört werden.

    Bei erstmaliger Inbetriebnahme einer heatpipe-gekühlten Grafikkarte sollten Sie die Temperatur der GPU kontrollieren. Bei funktionierender Kühlung werden auf dem Einkoppelblock je nach Umgebungstemperatur und Belastung 40 bis 60°C erreicht.


    Grafikkarten nicht übertakten oder Tuning-Experimente durchführen!
    Die Kühlsysteme sind nur für Normalbetrieb ausgelegt.


    Äußerster Vorsicht bei der Montage!
    Die winzigen SMD-Bauteile auf der Leiterplatte sind sehr empfindlich und können leicht (z.B. durch Abrutschen mit dem Schraubenzieher) zerstört werden.




    GPU-Heatpipe, Montage 6


    CPU-Heatpipe, Montage 7

    8900Pro

    Bild G3: Einbau der Distanzhülsen bei rückseitigem Kühlkörper


    ATI Radeon X850XT

    Bild G4: Beispiel mit rückseitiger Federspange, 2 Schraublöcher


    ATI Radeon X1800

    Bild G5: Beispiel mit Federspange, 4 Schraublöcher


    Geforce FX7800

    Bild G6: Einbau der Distanzhülsen


    Einkoppelblock richtig montiert

    Bild G7: montierter Einkoppelblock bei rückseitigem Kühlkörper


    Grafikkarte mit Heatpipe

    Bild G8: Grafikkarte mit Heatpipe


    Heatpipe richtig justiert

    Bild G9: Lage der Heatpipe bei richtiger Justage


    Grafikkarte mit Heatpipe

    Bild G10: Fertig montierte Grafikkarte mit Heatpipe